Bild: Inka Vogel

Bild: Inka Vogel

„Muffensausen“

„Muffensausen“ ist Kabarett so richtig zum reinsetzen: echte Komikerköppe und keine angefressenen Politikgesichter, wo man denkt, der Buchsbaumzünsler hat sein Revier gewechselt.
In ihrem 14. Bühnenprogramm pflügen die beiden Komiker aus Westfalen und ihre ukrainische Tastenfachkraft durch’s Leben: Abwechselungsreich und mit schnellen Rollenwechseln. Muffensausen ist die Gesichtskirmes in Suchtdrup am Wörtersee – musikalisch, poetisch, politisch, phisolophisch und bekloppt – pure Vernunft ist schließlich keine reine Freude, und Durst wird durch Bier erst schön.

Die Politik verordnet der Heimat, diesem Mysterium, jetzt sogar ein Ministerium. Warum fragt man nicht einfach die Bullemänner? Sie sind schließlich Experten: Probleme mit der Heimat? Die ganze Welt ist doch voll damit: Wo immer man auch hinkommt, da war schon einer, der da wegkommt. Sogar Treibgut hat eine Heimat. Heimat ist da, wo die Rechnungen ankommen. Und die beste Heimat taugt nix, wenn man da kein Netz hat! Gegen leitkulturelle Kreuzzugsgedanken setzen die Bullemänner ein westfälisches „Wat kommt, wird gewickelt!“

Die Bullemänner sind Schlickefänger mit Niveau. Mit vielen Gesichtern, aber alle unter einem Hut – aus dem auch noch richtig was gezogen wird: Ärztemangel auf dem Land? Lassen wir doch Quereinsteiger zu – eine abgeschlossene Metzgerlehre sollte reichen.
Und wenn sich immer mehr Frauen beklagen, dass die Männer aus dem Internet gar nicht wieder rauskommen: Ab in’s Kabarett.

Die Bullemänner Augustin Upmann und Heinz Weißenberg erblickten das funzelige Licht Westfalens in der Münsterländer Senke – einer Landschaft, die von Geologen als „Geländedepression“ bezeichnet wird. Die Pianistin Svetlana Svoroba stammt aus Tschernigov bei Tschernobyl – im Leben ist eben nicht immer alles California.

„SCHMACHT“ – Ein satter Abend

„Schmacht“ ist das vielleicht persönlichste Werk der Bullemänner. Sehr komisch, sehr philosophisch oder besser: phisolophisch, wie sie selber ihre Komik nennen. Kurzweilig einerseits, tiefsinnig andererseits.

Mehr zu Schmacht gibt’s unter „Programme“.

>>mehr zu Schmacht

Schmacht auf

  oder 

„Dönerkes“

Ein westfälisch-türkischer Heimatabend mit den Bullemännern, Senay Duzcu, Comedienne aus Köln und Murat Kayi, Komiker aus Dortmund
Zwei begeisternde Abende (ilham verici akşamlar)bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen und den Marienthaler Abenden am Niederrhein im Märchensommer 2018, ausverkauft (satıldı) und der Beginn einer wundersamen Freundschaft (harika bir arkadaşlığın başlangıcı).

Gut, mit dem Sommermärchen hat es dieses Mal nicht hingehauen bei der WM, aber im Grunde ist ja die Türkei in der Vorrunde ausgeschieden (Özil, Gündogdu), aber wer nimmt das schon so genau? Dann wäre ja auch nicht Frankreich Weltmeister, sondern Afrika, haben doch die besten französischen Spieler ihre Wurzeln in den ehemaligen französischen Kolonien. Auf der Comedybühne zählt nur eines: verwurzelt sein im Hier und jetzt, entscheidend ist auf dem Platz. Und Witze sind nicht so ernst wie Fußball.

Den Zeitungen hat es jedenfalls gefallen:
„Doch wer dachte, die beliebten rustikalen Ulknudeln seien wohl in die Jahre gekommen und hätten eine satirische Frischzellenkur nötig, irrte: Duzcu und Kayi wirkten zwar als schlagfertige „Experten“ mit, weil sie sich besser mit der türkischen Kultur- und Lebenswelt auskennen als die Bullemänner. Doch letztere präsentierten sich in Marienthal wieder einmal in Höchstform und hatten sofort den Draht zu ihren Fans gefunden.
Tiefe Einblicke in die Zerrissenheit einer deutschen Frau, die türkische Wurzeln hat, gab Duzcu zu Besten. Die Türkin in ihr komme grundsätzlich zu spät zur Arbeit, sagte sie, doch als Deutsche würde sie stets pünktlich Feierabend machen. Auch ihr Traummann spiegelte die interkulturelle „Schizophrenie“ wieder – sie suche einen verrückten Mann, der ihr alles Mögliche verspreche, verriet Duzcu, und zugleich einen zuverlässigen, der danach alles in die Tat umsetze.“
„Bocholt-Borkener Volkszeitung“

„Der Zusammenprall der Kulturen war kurzweilig und entblößte dabei so manche politische Diskussion. Trotz der teils ernsten Themen wurde lauthals gelacht und bei den textlich bissigen Liedern laut mitgesungen und rhythmisch geklatscht. Senay Duzcu verriet in ihrem Stand-up, warum Türken keinen Döner essen: „Weil wir wissen, wie Dönerfleisch gemacht wird!“ Sie lebe in zwei Identitäten.“
„Rheinische Post“

„Hier funkelte nicht nur ein brillantes Ideenfeuerwerk, sondern wurde zugleich intelligent für ein Miteinander der Kulturen plädiert.“
„Recklinghäuser Zeitung“

Presse „Schmacht“

Recklinghausen, Recklinghäuser Zeitung

Ruhrfestspiele: Bullemänner begeistern im Theaterzelt mit dem Programm „Schmacht“ und vielen aktuellen Bezügen, wie dem Suchtdruper Campingplatz als Erstaufnahmelager für Flüchtlinge

Beverungen, Neue Westfälische
„Bullemänner“ begeistern Beverungen
Kabarett: Seit über 20 Jahren blicken sie in die Seele der Provinz. Das westfälische Ethno-Kabarett „Die Bullemänner“ ist in NRW Kult. „Schmacht“ heißt das neue Programm der Bullemänner. Es ist das 13. Programm in 22 Jahren. Und es hatte weitaus mehr zu bieten als das Wiedertreffen mit „Panhas“ und dem „Unterbrandmeister Heini Stertkötter“. In „Schmacht“ ging es auch gar nicht um großen Hunger, sondern vor allem um das Thema Flüchtlinge im ländlichen Raum.

Wettringen MZ
Derber Humor und feines Kabarett
Die „Bullemänner“  mit ihrem neuen Programm „Schmacht“ in Wettringen

Größtes Augenmerk des Abends lag bei den Bullemännern bei ihrem Metier: dem politischen und kulturellen Kabarett, immer am Rand des Ertragbaren, herrlich unkorrekt, aber zum Schießen komisch. Nach zwei Stunden voller derbem Humor, Sarkasmus und Witzen zu Politik und bäuerlichem Leben war der mehr als runde Abend leider vorbei.

Ahaus MLZ

Schmacht auf mehr – Bullemänner reißen in der ausverkauften Stadthalle von den Stühlen

Münster, Westfalische Nachrichten 
…Überhaupt kann jeder in den Geschichten Alltägliches und Altbekanntes wiederfinden: Früher hatte jedes Dorf seinen Dorftrottel, aber jetzt können sich die „Stänkerfritzen“ dank des Internets alle miteinander vernetzen und sich der AfD mit ihrer „Miesepetry“ anschließen.

Legden: Münsterland Zeitung
Der syrische Schützenkönig Herr Alkadiri, der mit seiner Kalaschnikow gleich beim ersten Schuss den gesamten Vogel von der Stange holte und dann inklusive blond gelockter Schützenkönigin auf die Bühne marschiert kam, sorgte für Begeisterungsstürme.
Nicht zuletzt, weil Svetlana Svoroba bei der Gelegenheit zeigte, dass sie viel mehr kann, als nur den Soundtrack zu den absurden Späßen der Komiker zu liefern. Die zierliche Ukrainerin lief beispielsweise als Päpstin aus dem Publikum zur Hochform auf. Die studierte Pianistin aus Tschernigow bekam von ihren männlichen Kollegen dann auch genügend Spielraum, um selbst mit trockenem Humor zu glänzen.…Am Ende des großartigen Abends hatte dann das Publikum Schmacht – auf noch mehr saftigen Nonsens von den Bullemännern.

Dortmund, Ruhr Nachrichten
Premiere von neuestem Bullemänner-Programm  „Schmacht“ im Theater FletchBizzel

Am 07. Okt. hieß es zum ersten Mal „Schmacht“ – und das Publikum im voll besetzten FletchBizzel erlebte die kompletteste Premiere eines Bullemänner-Programms die es je gab. Auch am folgenden Abend konnten die Zuschauer sich von der Lockerheit überzeugen, mit der Svetlana Svoroba, Heinz Weißenberg und Augustin Upmann glänzten….die Bullemänner bieten „nicht nur skurillen Unfug in ihrer zweistündigen Show“. Es geht um Schmacht in unterschiedlichster Form:  um tagesaktuelle politische Themen, Ereignisse aus den weit zurückliegenden Tagen der Kindheit und nicht zuletzt auch um nächtliche Vorgänge um den wohlgefüllten Kühlschrank, von denen wir nie etwas geahnt hatten: Klobürste verpetzt Stehlampe!

Presse „Rammdöösig“

Neue Osnabrücker Zeitung Schüttorf

Suchtdrup und der Rest der Welt
Wie immer verbinden die Bullemänner Zeitgeist und Dorfgeschehen zu einem skurrilen Nummernprogramm, in dem die Kabarettisten sprachlich, gesanglich und schauspielerisch glänzen. Sie schlüpfen im Laufe des Abends in unterschiedliche Figuren, die sie treffsicher, aber niemals verletzend karikieren. Das ist die Stärke der „Bullemänner“: Sie sind abwechslungsreich, pointensicher, höchst unterhaltsam und dabei sehr sympathisch.

Westfälische Rundschau, Dortmund

Zwei Westfalen drehen durch – Bullemänner beim RuhrHochdeutsch Festival in Dortmund
Das Geheimnis der Bullemänner ist nach 22 Jahren auf der Bühne in ihrem zwölften Programm wohl nicht nur, dass sie wirklich rammdöösig geblieben sind, sondern auch, dass sie immer aktuell sind. Das Silvester-Drama am Kölner Hauptbahnhof nahmen sie pietätvoll mit einer Antanz-Polnaise auf die Schippe. Und Brandmeister Heini Stertkötter lässt Drohnen mit Pulverlöscher durch die Luft fliegen…

Westfälische Nachrichten, Münster
Die „Bullemänner“ ernteten im restlos ausverkauften „Haus der Begegnung“ Begeisterungsstürme beim Publikum. Das Programm „Rammdöösig“ ist seit 1994 die zwölfte Produktion der „Bullemänner“. Auch Aktuelles nimmt das Trio aufs Korn. Der Umgang mit Flüchtlingen? Kein Problem:Andersgläubige zu massakrieren sei schon im Mittelalter katholische Kernkompetenz gewesen, wie die Käfige von St. Lamberti zeigten. Anhaltender Beifall fürs westfälische „Ethnokabarett“.