Bild: André Decker

Plem

Das 17. Programm der Bullemänner ist plem, nicht plem-plem. Balla, nicht balla-balla. Bullemann, nicht Ballermann. Sodom, nicht Corona.
„Plem“ hat die Themenvielfalt eines richtig schönen Abends unter Freunden: Politik, Pandemie und Kartoffelsalat. Dabei hält man es aber mit dem Stachelschwein: Zwischen dem Wunsch nach menschlicher Wärme und der Gefahr der Verletzung wählen gute Freunde die mittlere Entfernung.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt: in Suchtdrup/Westfalen im Zwitscherstübchen, wo der Wirt ein letztes Mal den Zapfhahn hochdreht. Kneipe geht nun mal nicht online.
Bullemänner auch nicht. Augustin Upmann und Heinz Weißenberg nehmen das Leben live auf die Hörner: musikalisch, poetisch, politisch, philosophisch und bekloppt, aber immer saukomisch.
Und am Piano beklagt Bullefrau Svetlana Svoroba ihr Migrantenschicksal: lebenslänglich Münsterland.
Ein Anderer klagt auch, ein Sisyphos unserer Tage – ein Schalker.
Verrückt sind wir noch nicht, nur auf einem guten Weg dahin. Plem eben.